Mehr Raum in Holtwick gewünscht
Beschreibung
„Unfassbar gut“ sei die Resonanz bei den regelmäßigen Ferienangeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) Rosendahl, hat Sebastian Nienhaus in seinem Jahresbericht in der jüngsten Sitzung des Sport-, Kultur-, Familien- und Sozialausschusses mitgeteilt. So bietet die OKJA in den Osterferien, Sommerferien und Herbstferien - oft in Kooperation mit der Offenen Ganztagsschule - Veranstaltungen an, die nicht nur den jungen Teilnehmern viel Freude bereiten würden, sondern sicherlich auch für berufstätige Eltern eine Entlastung darstellen würden. Als leuchtende Beispiele nannte er den Bauspielplatz oder auch das Fest der Begegnungen in Darfeld.
Doch kurz vor Weihnachten nutzte Sebastian Nienhaus auch die Gelegenheit, Wünsche zum Raumbedarf zu äußern. Während das ehemalige Vereinsheim des Sportvereins Turo Darfeld gerade als OKJA-Stätte hergerichtet wird, würde sich die OKJA in Holtwick und Osterwick bessere Raumbedingungen wünschen. Das Jugendhaus am Brink in Osterwick habe leider kein Außengelände, sodass dort Veranstaltungen unter freiem Himmel nicht möglich seien. Außerdem sei es für jüngere Besucher oft eine Hemmschwelle, sich auf den Weg in das erste Obergeschoss zu machen, wo sich die OKJA-Räume befinden.
Im Handwerkerdorf steht das Dachgeschoss des Torhauses zur Verfügung. „Dort sind die Möglichkeiten trotz hoher Nachfrage leider eingeschränkt“, kommentierte Nienhaus. Die Holtwicker würden die Angebote dennoch sehr gerne nutzen.
Tono Bertmaring (WIR) erkundigte sich in der Sitzung nach den Möglichkeiten, neue Räume für die Kinder- und Jugendarbeit Rosendahl zu finden. „Im Torhaus ist es doch sehr beengt“, kommentierte er. Bürgermeister Christoph Gottheil erinnerte daran, dass vormals angedacht gewesen sei, die OKJA in der alten Holtwicker Schule anzusiedeln. Doch dann habe man die Räume für die Unterbringung von Geflüchteten benötigt. Nun müsse die Gemeinde zunächst abwarten, wie sich die Zuweisungen von Geflüchteten in Zukunft entwickeln. „Eine Reserve ist wichtig, um spontan reagieren zu können“, gab der Bürgermeister zu bedenken.
In Osterwick würden die Räume der Paulus-von-Husen-Schule für eine Dreizügigkeit der Einrichtung benötigt. Deshalb würde eine solche Alternative nicht in Frage kommen. Das ehemalige Kolpingheim sei im Eigentum der Kirche. Deshalb könne die Gemeinde natürlich nicht darüber verfügen.
Die OKJA, eine soziale Jugendeinrichtung für junge Menschen zwischen sechs und 27 Jahren, orientiere sich an den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen, erläuterte Nienhaus. Der 45-Jährige hat seit 17 Jahren die Leitung der OKJA inne. Meistens seien die Besucher der offenen Treffs und der besonderen Veranstaltungen im Jahresverlauf zwischen sechs und 20 Jahren alt. Nur in der Gruppe der Geflüchteten seien sie oft älter. Der offene Treff im Jugendhaus am Brink in Osterwick findet aktuell montags bis freitags von 14.30 bis 19 Uhr statt. Im ehemaligen Raum des Spielmannszuges sei ein kleiner Fitnessraum eingerichtet worden, den die jungen Besucher gerne nutzen würden.
„Wir leisten auch Unterstützung beim Zusammenstellen von Praktikumsmappen oder bei der Vorbereitung von Klassenarbeiten“, berichtet Sebastian Nienhaus. Mittwochs gebe es von 14.30 bis 18 Uhr einen Zeitraum, in dem nur kleinere Kinder im Jugendhaus in Osterwick willkommen seien. „Das ist wichtig, weil wir dadurch Hemmschwellen abbauen und den jüngeren Kindern einen Schutzraum bieten wollen“, erläuterte Nienhaus.
In Darfeld gibt es montags von 15 bis 19 Uhr und donnerstags von 17.30 bis 19 Uhr einen offenen Treff. „Die Lage ist super“, betonte Nienhaus. Für die Zukunft wünscht sich der OKJA-Leiter weiterhin die „tolle Unterstützung“ durch die Gemeinde Rosendahl.