Ehemaliges DRK-Heim bald für Jugendarbeit nutzbar -

Nach dem Auszug der Bewohner kann es künftig für die offene Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Rosendahl genutzt werden.

Beschreibung

Zwar ist  Zahl der Geflüchteten im Vergleich zu früheren Jahren deutlich gesunken, doch kommt die Gemeinde nicht umhin, an der Billerbecker Straße 5 in Darfeld einen Ersatzneubau zu schaffen. Wie Bürgermeister Christoph Gottheil mitteilte, stehen die Abbrucharbeiten des alten Gebäudes unmittelbar bevor. Das die Gemeinde  begleitende Architekturbüro werde parallel hierzu die Ausschreibungsunterlagen für den Neubau vorbereiten. Im Neubau werden sieben Appartements entstehen.  Gottheil: „Wir gehen augenblicklich von einer Belegung mit vier bis fünf Personen je Appartement aus. Damit werden also insgesamt zwischen 28 und 35 Menschen, vorrangig Familien, dort wohnen.“

Das gemeindeeigene Gebäude an der Holtwicker Straße 6 in Osterwick sei bereits aufgrund seines baulichen Zustands geräumt, wie Bürgermeister Christoph Gottheil  weiter mitteilte. Nach Abschluss des Bauleitplanverfahrens, gegebenenfalls auch bereits vorher, sei ein Abbruch des Gebäudes geplant, sagte der Bürgermeister. An diesem Standort soll Wohnbebauung realisiert werden.

Das  ehemalige DRK-Heim in der Parkstraße in Holtwick sei ebenfalls geräumt, nachdem es längere Zeit als Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung gestanden habe. Die Bewohner seien in andere Unterkünfte verlegt worden. Nach einer Renovierung soll das Gebäude für die offene Kinder- und Jugendarbeit genutzt werden. Zurzeit würden die notwendigen Arbeiten an diesem Standort erfolgen, so Gottheil. Aktuell werde für die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit Rosendahl noch der Dachboden des Torhauses in Holtwick genutzt. Wenn dieser dann frei werde, könne er dauerhaft als Archiv des Heimat- und Kulturvereins genutzt werden.

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde fünf angemietete Objekte aufgegeben. Die Gründe hierfür seien  unterschiedlich gewesen, wie Bürgermeister Christoph Gottheil mitteilt. Teils seien die Mietverträge ausgelaufen, teils seien die dort untergebrachten Familien ausgezogen, teils sei die Kostenstruktur der Objektnutzung im Einzelfall für die Gemeinde wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen. Die betreffenden Immobilien seien anschließend wieder dem privaten Wohnungsmarkt zugeführt worden.

Die Zahl der in Rosendahl untergebrachten Geflüchteten  sei  in der jüngsten Vergangenheit weitgehend stabil geblieben, wie Gottheil betont. „Aktuell gleichen sich die Neuzuweisungen und die Wegzüge weitgehend aus.“ Dabei sei zu beobachten, dass Personen nach ihrer Auflösung der Wohnsitzauflage oder bei möglicher verbesserter Wohnraumsituation häufig in größere Städte, insbesondere in das Ruhrgebiet, umziehen. Gottheil: „Im Vergleich zum Vorjahr fällt zudem auf, dass vermehrt Familien und weniger alleinreisende Personen zugewiesen werden.“

Die Gemeinde hat sich vor geraumer Zeit dafür entschieden,  in allen drei Ortsteilen Containeranlagen als Unterkünfte für Geflüchtete zu errichten, um stets nötige Reserven vorhalten zu können. Die Anlagen am Waldweg in Holtwick, im Osterwicker Industriegebiet und auf  dem ehemaligen Schönox-Gelände in Darfeld sind für jeweils 60 Personen ausgelegt.

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